Bundesförderung für effiziente Gebäude 2021

Heizung erneuern und bis zu 55% Förderung erhalten!

Das Klimaschutzpaket der Bundesregierung beinhaltet eine deutliche Reduzierung der Treibhausgase – und zwar auf allen Gebieten. Auch der Bereich Wohnen/ Gebäude ist davon betroffen. Allein mit dem Einbau von modernen Brennwertgeräten könnten bereits zwei Drittel der Klimaziele bis 2030 erreicht werden, denn 15 Prozent des deutschen CO²-Ausstoßes stammen aus privaten Haushalten.

Neu in 2021: Fördersätze für effiziente Heiztechnik

Deshalb hat das Klimakabinett neue Fördersätze für die Modernisierung von alten Heizungsanlagen beschlossen. Je nach Heizsystem unterstützt der Staat die Investitionskosten für umweltfreundliche Heiztechnik mit bis zu 55 Prozent. Es lohnt sich also in neue Heiztechnik zu investieren. Zumal damit die Energiekosten deutlich gesenkt werden.

Welche Förderungen gibt es?

Eine der wichtigsten Änderungen bei der Förderung für Heizungen ist der Wegfall des Förderprogramms KfW 430 der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Damit wird die Anschaffung einer neuen Gas- oder Ölbrennwertheizung nicht mehr gefördert.

Stattdessen werden nun im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Zuschüsse zwischen 20 und 55 Prozent für eine neue Heizung gezahlt.

Förderung von Heizungen im Bestand

In Bestandsbauten ist eine Förderung von bis zu 55 Prozent möglich. Als Bestandsbauten gelten jene, bei denen zum Zeitpunkt der Antragstellung ein Heizsystem ersetzt wird, dass vor mehr als zwei Jahren in Betrieb genommen wurde.

Für Gasbrennwertheizungen erhalten Sie eine Förderung in Höhe von 20 Prozent, wenn die Anlage “renewable ready” ist – also innerhalb von zwei Jahren um eine erneuerbare Energiequelle (z. B. Solarthermie) erweitert wird.

Für eine Gas-Brennwertheizung in Kombination mit einer solaren Heizungsunterstützung, oder für eine Gas-Hybridheizung werden 30 Prozent Förderung gezahlt.

Basiert das Heizsystem ausschließlich auf erneuerbaren Energien, wie z.B.: eine Wärmepumpe oder eine Pelletheizung, erhalten Sie einen Zuschuss von 35 Prozent. Ölbrennwertheizungen werden generell nicht mehr gefördert. Steigen Sie jedoch von Öl auf eine Gas-Hybridheizung, eine Wärmepumpe oder eine Pelletheizung um, erhöht sich der jeweilige Fördersatz noch einmal um einen Öl-Austauschbonus von +10 Prozent.

Förderungen im Überblick

Hinweis:

Ausgeschlossen von einer Heizungsförderung sind alle Kessel, die unter die Austauschpflicht nach § 10 der EnEV 2014 fallen.

TechnologieFörderung (Zuschuss)Hinweis
Öl-Brennwertkeine
Öl-Brennwert + Solare Heizungsunterstützung30 % für Solar
Gas-Brennwert (Renewable Ready)20%Nachrüstung von Erneuerbaren Energien in den
ersten 2 Jahren nach Inbetriebnahme. Die bei der Nachrüstung eingebaute „Regenerative Energie“ wird mit 30 % gefördert.
Gas-Brennwert + Solare Heizungsunterstützung30% + 10% Austausch Ölgerät
Gas-Brennwert + Hybrid30% + 10% Austausch Ölgerät
Wärmepumpe35% + 10% Austausch Ölgerät
Pelletkessel35% + 10% Austausch Ölgerät

Einfach und übersichtlich: Der Förderkompass von Schöllgen

Hier geht’s direkt zum Download!

Keine passende Förderung dabei?

Dann ist die Kampagne „Kesseltauschaktion“ 2021 Ihre Chance, auf moderne Brennwerttechnik umzurüsten und obendrein 200 Euro zu sparen!

In der Zeit vom 1. März bis 30. Juni 2021 haben Sie die Möglichkeit, einen Antrag auf Teilnahme für Ihr Kesseltausch-Projekt zu stellen und die Prämie von 200 Euro zu sichern. Sprechen Sie uns hierzu einfach an!

Alle Informationen erhalten Sie auch hier: kesseltauschaktion.de

Steuerbonus zur Förderung der Heizung nutzen

Neben den Veränderungen bei den staatlichen Förderbeträgen, wurde mit dem Klimapaket auch ein neuer Steuerbonus für Sanierungsmaßnahmen eingeführt. Dabei ist die steuerliche Förderung nicht nur auf Maßnahmen bezüglich eines neuen Heizsystems begrenzt. Andere Maßnahmen wie die Dämmung sind ebenfalls förderfähig.

Bis zu 20 Prozent der Kosten für derartige Maßnahmen können Sie steuerlich absetzen. Die Obergrenze liegt bei 40.000 Euro und ist über drei Jahre anzurechnen. Daneben ist zu berücksichtigen, dass Sie vom Steuerbonus nur profitieren können, wenn Sie selbst im Haus wohnen, in dem die Maßnahmen durchgeführt werden und das Gebäude mindestens zehn Jahre alt ist. Übrigens: Der Steuerbonus kann anders als die staatliche Förderung auch nach Durchführung der Maßnahmen beantragt werden.